Ausgezeichnet anwendungsorientiert: Wanka vergibt CeBIT Innovation Award 2016

Prof. Dr. Johanna Wanka (Foto: BMBF/Rickel) Prof. Dr. Johanna Wanka (Foto: BMBF/Rickel)

BERLIN/HANNOVER, 15.03.2016 – In diesem Jahr haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche Messe AG bereits zum vierten Mal den mit insgesamt 100.000 Euro dotierten CeBIT Innovation Award verliehen. Die Auszeichnung wurde, wie in den Vorjahren, an drei besonders herausragende Innovationen auf dem Feld der anwendungsorientierten und datenschutzsensiblen IT-Entwicklung verliehen.

Den mit 50.000 Euro dotierten Hauptpreis erhalten Felix Kosmalla und Frederik Wiehr vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH in Saarbrücken für ihre Entwicklung „climbtrack“. Durch die Nutzung von „climbtrack“ werden mittels Augmented Reality Übungssfortschritte und zurückgelegte Routen beim Training an Kletterwänden dokumentiert. Kosmalla und Wiehr nahmen den Preis im Rahmen der erstmals stattfindenden „CeBIT Welcome Night“ am Abend des ersten Messetages aus den Händen von Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka entgegen.

Der mit 30.000 Euro dotierte zweite Platz geht im Jahr 2016 an die beiden Hildesheimer Entwickler Amelie Künzler und Sandro Engel von der Urban Invention GbR. Künzler und Engel präsentierten der Jury mit dem „ActiWait“-System ein innovatives Tool zur Nutzung von Fußgängerampeln als digitale Kommunikations-Hotspots während der Wartephase.

Für eine besonders innovative Verschlüsselungstechnik erhalten Tobias Hagemann und Sebastian Stenzel den mit 20.000 Euro dotierten Sonderpreis für Usable Security and Privacy. Mit ihrer Anwendung „Cryptomator“ legen die beiden Bonner eine zuverlässige, clientseitige Open-Source-Verschlüsselung für den Cloud-Speicher vor, die plattformunabhängig einsetzbar ist und sich insbesondere für technisch weniger erfahrene Nutzerinnen und Nutzer eignet.

Wanka: „Preisträger setzen Maßstäbe“

Auch die inzwischen vierte Ausschreibung des CeBIT Innovation Award bot Softwareentwicklerinnen und -entwicklern, Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie Designforscherinnen und Designforschern aus ganz Deutschland die Gelegenheit, Softwarekonzepte und Hardwaretools zur Steigerung der Nutzerfreundlichkeit von IT-Anwendungen einzureichen.

Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka unterstreicht bei der Preisverleihung in Hannover die auch international weiter wachsende Bedeutung der deutschen IT-Forschung sowie die Kreativität der hierzulande tätigen Nachwuchsforscherinnen und -forscher: „Aus immer mehr Bereichen unseres Lebens ist die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien nicht mehr wegzudenken. Umso wichtiger sind eine intuitive Bedienbarkeit für breite Bevölkerungsschichten und Datenschutzvor-richtungen, auf die sich neben Experten auch Konsumenten verlassen können. Ich freue mich, dass die Preisträgerinnen und Preisträger des CeBIT Innovation Award hier auch im Jahr 2016 mit ihren Entwicklungen Maßstäbe setzen.“

Die Jury-Vorsitzende Gesche Joost, Professorin an der Universität der Künste Berlin und Internet-Botschafterin der Bundesregierung, stellte im Vorfeld der diesjährigen Preisverleihung zudem die thematische Breite der drei ausgezeichneten Beiträge heraus: „Mit den vorliegenden Einreichungen haben wir Jury-Mitglieder erneut einen beeindruckenden Überblick über die Kreativität, Leistungsfähigkeit und die thematische Breite der hierzulande stattfindenden Forschung auf dem Gebiet der Softwareentwicklung unter Usability- und Datenschutzgesichtspunkten erhalten. Die Exponate der drei Preisträger-Teams 2016 zeigen, dass sich Nutzerfreundlichkeit und Datenschutz im IT-Sektor nicht ausschließen, sondern wechselseitig bedingen und befördern können.“

Ideen finden Anwendung – die nächste Wettbewerbsrunde steht in den Startlöchern

Alljährlich wird die niedersächsische Messemetropole zum Schaufenster des globalen digitalen Wandels. In diesem Sinne versteht die CeBIT ihr Engagement als Namenspatin.
„Auf der CeBIT können wir erleben, wie die digitale Transformation gerade von jungen, kreativen Ideen und Impulsen vorangetrieben wird. Es freut mich, wie deutsche Entwicklerinnen und Entwickler auf vielen Feldern nicht nur mithalten, sondern sogar als Schrittmacher von Innovationen auftreten“, so Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe. Der CeBIT Innovation Award bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine beeindruckende Bühne zur Vermarktung der eigenen Ideen. Eine Bühne, die auch für das kommende Jahr bereitet ist, denn die Ausschreibung für den CeBIT Innovation Award 2017 beginnt bereits am 15. März 2016. Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2016.

Weitere Informationen unter: www.cebitaward.de

Über die Jury des CeBIT Innovation Award

Auch im Jahr 2017 werden alle Einreichungen von einer hochkarätig besetzen Jury bewertet:

· Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Gesche Joost, Universität der Künste Berlin

· Prof. Dr. Elisabeth André, Universität Augsburg

· Prof. Dr. Sabine Boll-Westermann, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

· Oliver Frese, Deutsche Messe AG

· Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas, Bundesministerium für Bildung und Forschung

· Nikolaus Röttger, Chefredakteur der deutschsprachigen Ausgabe des Magazins „WIRED“

· Prof. Dr. Dr. Wolfgang Wahlster, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Saarbrücken

Quelle:

cebit.de