CeBIT: Ericsson und Vodafone treiben 5G gemeinsam voran

(Bild: Ericsson) (Bild: Ericsson)

Stockholm, 14.03.2016 – Ericsson und Vodafone haben heute auf der CeBIT in Hannover erste Details ihrer 5G-Zusammenarbeit in Deutschland bekanntgegeben. Danach werden die beiden Unternehmen gemeinsame Forschungsprojekte sowie Labor- und Feldtests mit Industrieunternehmen und führenden Universitäten, wie der TU Dresden, durchführen. Außerdem sollen auf dem Weg zu 5G, der künftigen Generation der Kommunikationstechnologie, neue LTE-Lösungen mit Übertragungsraten im Gigabit-Bereich getestet und erprobt werden, so dass sie sukzessive im Vodafone-Netz eingeführt werden können.

Auf der diesjährigen CeBIT zeigt Vodafone zudem erstmals in Deutschland auf seinem Stand in Pavillon 32 das brandneue 5G-Prototypen-Test-System von Ericsson, das in diesem Set-up Live-Übertragungen mit einer Geschwindigkeit von 15 Gbit/s ermöglicht. Zudem stellen beide Unternehmen neue Gigabit-Router für Privat- und Geschäftskunden vor, die Kabel- oder DSL-Zugänge mit LTE Advanced-Techniken bündeln, um Datenraten im Downlink von einem Gbit/s zu realisieren.

Die 5G-Prototypen-Testeinheit bildet bereits die zweite Entwicklungsstufe von 5G-Testumgebungen, die Ericsson derzeit ausgewählten Kunden auf der ganzen Welt für Feldversuche bereitstellt. Die Live-Demo mit 15 Gbit/s auf dem Vodafone-Stand verwendet neue 5G-Schlüsseltechnologien für die Luftschnittstelle, den Baseband- und Funkbereich sowie – in diesem Aufbau – für ein mobiles Endgerät. Die realisierte Übertragungsrate ist rund hundertmal schneller als die heutige LTE-Geschwindigkeit. Die 5G-Prototypen-Testeinheit in Hannover verwendet bereits künftige Antennentechnologien wie etwa Beamforming und MultiMIMO und arbeitet im 15 GHz-Frequenzband.
„5G made in Germany“

Um die 5G-Entwicklung zu beschleunigen und die Anforderungen von Industriepartnern bei der Standardisierung zu berücksichtigen, wird Ericsson das Vodafone VIP Lab mit den modernsten 5G- und Cloud-Technologien vernetzen, die vom Forschungs- und Entwicklungsstandort Eurolab in Herzogenrath bei Aachen und dem Vodafone VIP Lab in Düsseldorf bereitgestellt werden.
Auf dem Weg zu 5G

Darüber hinaus wird Vodafone neue LTE-Advanced-Innovationen von Ericsson testen, verifizieren und integrieren, um den Weg für die künftige 5G-Technologie frei zu machen. Beispiele sind die erste Integration eines zusätzlichen Trägerbandes im 1,5 GHz-Frequenzbereich beim Funkzugangsnetz. Die Berechtigung zur Nutzung dieses Frequenzbereich wurde kürzlich in einer Frequenzauktion vergeben. Der 1,5 GHz-Bereich dient vor allem dazu, Smartphone-, Laptop- und Tablet-Nutzern höhere Downlink-Kapazitäten für Breitband- und Videoanwendungen zur Verfügung zu stellen.

Ein weiteres Beispiel für gemeinsam vorangetriebene Innovationen auf dem Weg zu 5G ist die erste SDN-basierte Trägerfrequenzbündelung in einer Ericsson RBS 6402 Pico-Basisstation. Hierbei werden für die Verbesserung der Mobilfunkversorgung innerhalb von Gebäuden die LTE-Frequenzbänder 1800 MHz und 2600 MHz gebündelt, um die Datenraten auf über 300 Mbit/s zu steigern. Diese Innovation wurde kürzlich auf den Vodafone Innovation Days in Deutschland demonstriert.

Mit dem innovativen Gigabit-Router, den Vodafone und Ericsson auf der CeBIT präsentieren, können Anwender in Zukunft die Vorteile der Kabel-, DSL- und LTE-Technologien bündeln, um Downlinkraten im Gigabit-Bereich zu Hause oder im Büro zu genießen. Dank des hybriden Konzeptes werden allerdings nicht nur die Übertragungsgeschwindigkeiten beschleunigt, sondern auch die Verfügbarkeit erhöht, die besonders im geschäftlichen Bereich eine zentrale Rolle spielt.

Weiterhin planen Vodafone Deutschland und Ericsson, weitere technische Neuerungen sowohl für das Funk- und Übertragungsnetz wie auch für das Kernnetz zu testen. Dazu gehören etwa Lean Carrier, Narrowband-Internet of Things (NB-IoT), SDN (Software Defined Networks) oder NFV (Network Function Virtualisation), die integrale Bestandteile der LTE Advanced-Entwicklung in Richtung 5G sind.

Quelle:

ericsson.com