Cubeware kommentiert: Business Intelligence ist in den Unternehmen angekommen – Grundprobleme bleiben

Thomas Martens, VP Product Marketing bei Cubeware, (Foto: Cubeware/Portel.de) Thomas Martens, VP Product Marketing bei Cubeware, (Foto: Cubeware/Portel.de)

Germering, 11.03.2015 – „BI ist in den Unternehmen angekommen“, so resümierte kürzlich anlässlich der Jahrestagung „Business Intelligence Agenda“ ein Vertreter des Schweizer Zweigs des Beratungsunternehmens BARC die Situation. Die Megatrends Digitalisierung und Consumerization erforderten heute unabdingbar, dass Unternehmen eine BI-Strategie entwickeln. Neue Themen wie Predictive Analytics, „Echtzeit“-BI, Self-Service-BI, Cloud BI, Visuelle Analyse und viele mehr drängen nach Meinung von BARC nach vorn.

Das Ziel von BI-Investitionen durch Anwenderunternehmen ist immer, vorhandene Datenquellen besser zu erschließen, neue hinzuzugewinnen und insgesamt genauere Reports zu erstellen. Doch ob das gelingt, ist von vielen Faktoren abhängig. Meistens werden als wichtigste Stolpersteine auf dem Weg zur erfolgreichen BI-Strategie und -Implementierung veraltete Datenschutzgesetze und fehlende Fachleute genannt.

Aber es gibt auch noch sehr viele Firmen, deren BI-Bemühungen an einem ganz anderen Problem kranken: Sie schaffen es nicht, ihre „Informationssilos“ einzureißen und durchgängig für eine hohe Datenqualität zu sorgen. Kein Wunder also, dass Stammdaten und Datenqualitätsthemen sowie Datenintegration auch nach Meinung von BARC immer noch weit oben rangieren. Sie haben nicht den Hype-Status der aktuellen Modethemen, sind aber „Dauerbrenner“, deren Bewältigung erst die Voraussetzung dafür schafft, dass modernste Auswertungsmethoden sinnvoll eingesetzt werden können.

Cubeware spricht in diesem Zusammenhang vom „BI-Fünfkampf“. Nur wer alle fünf Disziplinen optimal bewältigt, wird die gewünschten Früchte seiner BI-Anstrengungen ernten:
· Datenintegration: Wer unterschiedliche Datensilos unverbunden und zusammenhanglos nebeneinander stehen lässt, darf sich nicht wundern, wenn am Ende Marketing und Controlling dieselben Fragen mit vollkommen anderen Antworten belegen – sie haben wohl schlicht unterschiedliche Daten verwendet. Daher sollte eine BI-Lösung möglichst viele unterschiedliche Datenquellen unkompliziert einbinden und widerspruchsfrei integrieren können.
· Datenmodellierung: Nur wer gut durchdachte und auf die individuelle Unternehmensrealität passende Datenmodelle entwickelt und verwendet, kann sicher sein, dass Resultate auch tatsächlich die Aussagen liefern, die ein Unternehmen braucht, um sinnvoll planen zu können. Deshalb ist eine IT-Lösung erforderlich, mit der sich Modelle einfach, schnell und widerspruchsfrei aufbauen, verifizieren und modifizieren lassen, wenn dies die geschäftliche Realität erfordert.
· Data Governance: „Wer darf überhaupt auf welche Daten mit welchen Befugnissen zugreifen?“ heißt die Gretchenfrage der modernen BI-Welt. Nur wer interne und externe Regeln einhält, kann sicher sein, sich auch hinsichtlich der Datennutzung angemessen zu verhalten. Dazu gehört es, dass die Geschäftsleitung unternehmensspezifische Regeln für die Datennutzung ausarbeitet und im Unternehmen publiziert. Zudem muss sie zwingende gesetzliche Regeln in die Regelwerke und BI-Systeme im Unternehmen so implementieren, dass Möglichkeiten zum Missbrauch weitgehend ausgeschlossen sind. Moderne BI-Tools sollten entsprechende Funktionen aufweisen. Self Service ohne vorgeschaltete Data Governance ist schlimmstenfalls ein sicheres Rezept für ein Compliance-Desaster und alle damit einhergehenden Kosten- und Reputationsrisiken.
· Datendistribution: Wer bekommt sinnvollerweise welche Reports und Daten auf den Tisch? Welche Granularität ist auf welcher Unternehmensebene angemessen? Nur, wer diese Fragen immer wieder neu beantwortet, wenn sich im Unternehmen etwas ändert, und die Datenverteilung entsprechend ändert, wird optimalen Nutzen aus den möglichen Analysen ziehen. BI-Lösungen sollten so flexibel sein, dass Reports und deren Granularität unkompliziert an neue Anforderungen angepasst werden können.
· Datenvisualisierung: Die oben genannten „Disziplinen“ haben die BI seit jeher begleitet. Stark verändert sich allerdings die Form, in der Reports schließlich auf den Tisch kommen. Dominierten lange unübersichtliche Tabellenwerke, setzen sich in den letzten Jahren neuartige Visualisierungstechniken durch. Sie erzeugen mit wenig Programmierarbeit ansprechende Resultate auf jeder Granulierungsebene und für jede Fragestellung.

Fazit:
Thomas Martens, VP Product Marketing bei Cubeware, fasst zusammen: „Sinnvoll ist es deshalb, wenn alle diese Funktionen nicht in einer Vielzahl unabhängiger und womöglich nur unvollkommen miteinander integrierbarer Softwarebausteine abgebildet werden, sondern zu einer konsistenten, integrierten Lösung gehören. Wichtig ist es eine BI-Plattform zu schaffen, die diese fünf Aspekte von Business Intelligence adäquat adressiert und dabei nicht ihre Offenheit gegenüber anderen Business-Applikationen und Datenquellen wie ERP- oder CRM-Systemen einbüßt.“

Quelle:

cubeware.com