CeBIT, T-Systems/Clemens: „Digitalisierung diktiert Tempo, nicht die Branchengrößen“

Reinhard Clemens, Vorstand Deutsche Telekom T-Systems (Foto: T-Systems) Reinhard Clemens, Vorstand Deutsche Telekom T-Systems (Foto: T-Systems)

Hannover, 07.03.2016 – Das Internet der Dinge ist ein zentrales Thema auf der CeBIT 2016 – und wird die Wirtschaft in den kommenden Jahren massiv verändern – 50 Milliarden Dinge sollen in den nächsten vier Jahren mit dem Netz verbunden werden.

Das Internet der Dinge wird nach Ansicht von Reinhard Clemens, Vorstand Deutsche Telekom und CEO von T-Systems, „ganze Branchen umkrempeln“. „Alles wird digital, keine Dienstleistung und kein Prozess bleibt analog“, schreibt Clemens in einem Gastbeitrag zur CeBIT 2016 auf cebit.de. „Innerhalb von 20 Monaten hat sich die Anzahl der Unternehmen, die Lösungen für das Internet der Dinge (IoT) anbieten, verdreifacht. Wir sprechen mittlerweile über mehr als 2 000 IoT-Anbieter, die den Markt mit ihren Lösungen überschwemmen. Und umkrempeln.“ Das Internet der Dinge wird auf der CeBIT 2016, die am 14. März in Hannover startet, eine zentrale Rolle spielen.

Clemens empfiehlt den Unternehmen, ihre Produkte „nah am Kundenanspruch zu entwickeln. Wer den Weitblick nicht hat und die wachsende Konkurrenz aus anderen Branchen unterschätzt, guckt früher oder später in die Röhre.“ So prallten etwa in der Automobilindustrie die Welten aufeinander: „ Die „traditionelle“ Welt der bewährten Hersteller, die vom Produkt her denken, und die „neue“ Welt der Internetkonzerne, die von der Vernetzungstechnologie kommen.“ Dabei werde deutlich: „Die Digitalisierung diktiert das Tempo und nicht wie bisher die Branchengrößen.“

Eine wesentliche Rolle bei der Digitalisierung spiele die Qualität des Netzes. „Um eine durchgängig hohe Netzqualität zu gewährleisten, braucht es die enge Zusammenarbeit der Telekommunikationskonzerne. Ein gutes Beispiel ist die neue Netzallianz ngena, die die Telekom für Geschäftskunden gegründet hat. Mit Hilfe von Cloud- und Virtualisierungs -Technologie verknüpft ngena die Netze aller Partner-Unternehmen zu einem Weltnetz.“

Das Geschäftsmodell von ngena sei weltweit einzigartig, von dem vor allem der Kunde profitieren werde. „Wir stehen erst am Anfang einer digitalen Reise, die Wandlungsfähigkeit, Offenheit und Schnelligkeit erfordert. Wer den Wunsch des Kunden bedienen will, muss diese Tugenden mitbringen. Sonst bleibt seine digitale Welt ein Dorf.“

Den gesamten Gastbeitrag von Reinhard Clemens finden sie hier: www.cebit.de/de/news/drei-fragen-die-unternehmen-umtreiben.xhtm

Das Internet der Dinge nimmt auch auf der CeBIT breiten Raum ein. In dem Forum Communications & IoT Solutions in Halle 13 beispielsweise stehen folgende Themen während der fünf Messetage auf dem Programm:
• Breitbandausbau
• Smart Home, User Experience, Lebenswelten 2021
• Mobility & Transport: Startup und Industrie – Kooperationen und Perspektiven im Mobilitätsmanagement
• Smart Manufacturing: Industrie 4.0 und IoT – Connected Devices, Smart Decisions
• IoT Summit: IoT & Business Paradigm Shifts, IoT Opportunities & Challenges, IoT Business Intelligence and Data Visualisation, IoT Futures
• Digitale Transformation: Connected Cars, Travelling and Health, Deutscher Digitaler Rückstand
• Einkauf von IT-Leistungen, Einsparungsmöglichkeiten, Management von Software Monopolisten, Impulse für mehr Innovationen im öffentlichen Beschaffungswesen

Das detaillierte Programm des Forums finden Sie hier: http://transforum.telekom.com/de/.
Außerdem präsentieren zahlreiche Unternehmen ihre IoT-Lösungen an ihren Ständen.

Quelle:

cebit.de