eco: Kräftiges Umsatzplus bis 2019: Onlinespiele werden immer beliebter

Harald A. Summa, Geschäftsführer von eco (Foto: eco) Harald A. Summa, Geschäftsführer von eco (Foto: eco)

Köln, 18.01.2016 – Paid Content zählt zu den größten Wachstumstreibern innerhalb der deutschen Internetwirtschaft: Im Jahr 2016 wird der Umsatz um 16,7 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro steigen. In den Folgejahren nimmt das Wachstum sogar noch weiter Fahrt auf: Bis 2019 wird dieser Bereich seinen Umsatz um durchschnittlich 17,6 Prozent jährlich auf dann 8 Milliarden Euro erhöhen, während die gesamte Branche im selben Zeitraum um 12 Prozent jährlich wachsen wird. Gerade das Segment Gaming profitiert dabei von zunehmend schnellen Internetverbindungen und geringen Latenzzeiten. Zu diesen Ergebnissen kommen eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. und die Unternehmensberatung Arthur D. Little in ihrer aktuellen Studie „Die deutsche Internetwirtschaft 2015 – 2019“.

Immer mehr Menschen nutzen kostenpflichtig mediale Inhalte über das Internet, also den sogenannten Paid Content. Dazu gehören die Segmente Gaming, Gambling, E-Publishing, Music & Radio sowie TV & Video. „Das Angebot wächst und wird dank verbesserter Zugangsmöglichkeiten immer attraktiver, was mehr und mehr Nutzer überzeugt“, erklärt Harald A. Summa, Geschäftsführer von eco. „Hinzu kommt die höhere Flexibilität. Über das Internet können die Menschen die Inhalte so oft sie wollen nutzen, und zwar genau dann, wenn es in ihren Zeitplan passt – anders als etwa beim klassischen Radio- und Fernsehprogramm mit seinen festen Sendezeiten.“

Der Umsatz bei Paid Content wächst seit Jahren rasant: Während hier im Jahr 2012 noch 2,3 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet wurden, waren es 2014 bereits 3,5 Milliarden, für 2015 werden laut Studie 4,2 Milliarden Euro erwartet und 2019 sollen es 8 Milliarden Euro sein.

Online Gaming ist im Massenmarkt angekommen

Im Segment Online Gaming erzielten die Anbieter in Deutschland im Jahr 2015 einen Umsatz von rund 700 Millionen Euro. Aufgrund der voranschreitenden Verschmelzung des Online-Gaming-Markts mit dem digitalen Gaming-Geschäft, kann die Größe des deutschen Online-Gaming-Markts auf bis zu 1,7 Milliarden Euro beziffert werden (2015). eco und Arthur D. Little erwarten hier ein künftiges jährliches Wachstum von 16 Prozent, das vor allem durch immer schnellere Internetzugänge sowie geringere Latenzzeiten ermöglicht wird.

Rund 20 Millionen Deutsche nutzen schon jetzt regelmäßig Mobile- und Browser-Spiele. „Wir gehen davon aus, dass die Nutzerzahlen weiterhin um fünf bis zehn Prozent jährlich steigen werden“, so Lars Steffen, Manager Business Development im eco Verband. Schon heute machen Online- beziehungsweise Browser-Spiele sowie Spiele-Apps 30 Prozent des gesamten Markts für digitale Spiele aus.

Als Geschäftsmodell setzen die Anbieter heutzutage verstärkt auf das Free-to-Play-Modell. Damit möchten sie möglichst viele neue Spieler gewinnen, die in der Folge für kostenpflichtige Zusatzinhalte oder Aufwertungen bezahlen, sofern sie diese nutzen möchten. Auf dem Gaming-Markt herrscht ein starker Wettbewerb. Neben einigen großen Anbietern tummeln sich hier zahlreiche kleinere, darüber hinaus drängen auch Content-Anbieter sowie Telekomanbieter in dieses Marktsegment. Die meisten Unternehmen müssen darum kämpfen, die kritische Masse für ihre Spiele zu erreichen. So manche schaffen nur ein One-Hit-Online-Spiel.

Gambling: Der Platzhirsch im Bereich Paid Content

Gambling ist mit rund 1,6 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2015 das umsatzstärkste Segment im Bereich Paid Content. Bis 2019 erwarten die Autoren der Studie ein jährliches Wachstum von etwa 15 Prozent. „Das Wachstum im Online Gambling ist maßgeblich getrieben durch den Bereich Online-Casino, in welchem über 50 Prozent der Brutto-Spielerträge erwirtschaftet werden“, sagt Lars Riegel, Principal bei Arthur D. Little.

Bereits 15 Prozent der Bruttospielerträge werden online generiert. Dabei ist Online-Casino mit über 50 Prozent der Online-Bruttospielerträge die mit Abstand beliebteste Online-Gambling Sparte.

Die gesamte Studie „Die deutsche Internetwirtschaft 2015 – 2019“ können Sie kostenfrei hier abrufen: https://www.eco.de/internetstudie.

Quelle:

eco.de