Ericsson-CEO Vestberg auf der CeBIT: „Der digitale Wandel braucht Hochleistungsnetze“

Hans Vestberg, President und CEO von Ericsson (Foto: Ericsson) Hans Vestberg, President und CEO von Ericsson (Foto: Ericsson)

Hannover, 15.03.2016 – Hans Vestberg, President und CEO von Ericsson, betonte in seiner Rede am Montag auf der CeBIT die Bedeutung der Kommunikationsnetze für den digitalen Wandel der Wirtschaft und Gesellschaft. Um die Wachstumschancen zu nutzen, die der digitale Wandel biete, seien flächendeckende und leistungsstarke Kommunikationsnetze nötig, die sich durch höchste Zuverlässigkeit und Sicherheit auszeichneten.

Vestberg sprach im Rahmen der CeBIT Global Conferences über das Thema „EU Single Digital Market – Driving the Digital Economy in Europe“. Er diskutierte mit EU-Kommissar Günther Oettinger und Vertretern führender ITK-Unternehmen über einen innovationsfreundlichen Regulierungsrahmen, der die grundlegenden Verbraucherrechte beim Schutz und der Sicherheit persönlicher Datewährleistet. Hauptthema der Veranstaltung waren die Grundvoraussetzungen für Hochleistungsnetze, die Treiber für Innovationen, Investitionen und einen fairen Wettbewerb sind.

Für Vestberg bietet die Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft große Chancen, aber beinhaltet auch Herausforderungen. „Alles, was von einer Vernetzung profitiert, wird in einigen Jahren auch vernetzt sein”, so Vestberg. Ericsson erwartet, dass es im Jahr 2021 weltweit bereits 28 Milliarden vernetzte Geräte geben wird. Alle diese Endgeräte benötigen Netze, die unterschiedliche Qualitätsklassen – abhängig von den Anforderungen der jeweiligen Branchenanwendungen – unterstützen.

„Mit den vielen Milliarden vernetzter Geräte, die das Internet der Dinge ausmachen werden, bekommt – auf der Basis innovativer Technologien wie NFV und SDN – die Virtualisierung des Netzes in unterschiedliche Funktionsbereiche eine große Bedeutung. Sie sorgt dafür, dass ein Sensor, ein Auto oder ein Smartphone jeweils mit dem entsprechenden Netzbereich vernetzt ist, der auf ihre spezielle Nutzungsanforderungen hin optimiert wurde. Das gilt etwa für Parameter wie Sicherheit, Zuverlässigkeit, Datenübertragungsraten oder Latenzzeiten“, sagte Vestberg.

„Keine andere Technologie hat sich so schnell durchgesetzt und verbreitet wie der Mobilfunk. Mobilfunknetze versorgen heute bereits 90 Prozent der Weltbevölkerung. Regierungen müssen verstehen, dass Hochleistungsnetze das Leben im 21. Jahrhundert bestimmen und entsprechende Anreize für Investitionen in die Netzinfrastruktur, insbesondere im ländlichen Raum, setzen.“

Laut Vestberg böten Europa und insbesondere Deutschland auf Grund ihrer Infrastruktur, akademischen Landschaft und industriellen Stärke – nicht zuletzt in der Automobil-, der Energie- und Automatisierungsbranche – im Prinzip gute Voraussetzungen, um eine Führungsrolle beim digitalen Wandel einzunehmen. Langsame und uneinheitliche Regulierungen auf nationaler Ebene gefährdeten jedoch die gute Ausgangsposition. In den letzten acht Jahren seien etwa die europäischen Investitionen in Netze erheblich hinter denen der Vereinigten Staaten zurückgefallen. (Quelle Ericsson/Qualcomm IDATE Study 2015)

An der Gesprächsrunde im Anschluss an die Vorträge von EU-Kommissar Günther Oettinger und Hans Vestberg nahmen auch Hannes Ametsreiter, CEO von Vodafone Deutschland, sowie Vertreter der Europäischen Kommission, von Google, Nokia, Surfnet und des FTTH Council Europe teil.

Quelle:

ericsson.com