Internet der Dinge vergrößert Angriffsfläche für Cyber-Angriffe

Roland Messmer, Director für Zentral- und Osteuropa bei LogRhythm (Foto: LogRhythm) Roland Messmer, Director für Zentral- und Osteuropa bei LogRhythm (Foto: LogRhythm)

London, 26.01.2016 – Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) steht für eine Vision, in der viele Alltagsgegenstände – Autos, Haussteuerungen, Kühlschränke und weitere – vernetzt sind und selbständig, ohne Zutun ihres Nutzers, miteinander kommunizieren und Daten austauschen. Dadurch ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten. Eine Folge davon: Computer, wie wir sie heute kennen, werden allmählich durch intelligente, eigenständige Objekte ersetzt. Diese Vision wird mehr und mehr Realität: Je nach Schätzung werden bis 2020 zwischen 25 bis 50 Mrd. IoT-Geräte weltweit vernetzt sein.

Bei so viel Licht fällt auch Schatten: Computersysteme, die mit einem weltweiten Datennetzwerk verbunden sind, sind potenziell angreifbar. Das gilt auch für die oft winzigen Embedded Computer, die in IoT-Produkten zum Einsatz kommen. Angesichts der enormen Reichweite des Internets ist daher bei der Auslegung der Produkte sowie für Maßnahmen, die die von ihnen verarbeiteten Daten schützen sollen, eine besondere Sorgfalt erforderlich. Sonst besteht die Gefahr, dass Unternehmen, die das Internet der Dinge nutzen, einer potenziell erhöhten Gefahr gegenüber Cyber-Angriffen ausgesetzt sind.

Roland Messmer, Regional Director Central EMEA von LogRhythm, kommentiert:

„Viele Unternehmen sind sich der Sicherheitsgefahren nicht bewusst, die IoT mit sich bringt – oder sie ignorieren diese. Oft nimmt IoT innerhalb ihrer IT-Sicherheitsstrategie keinen hohen Stellenwert ein. Ein fataler Fehler, wie ein Beispiel verdeutlicht: Ein smarter, vernetzter Kühlschrank ist sicher praktisch. Doch kann das Gerät Sicherheitslücken beinhalten, über die Hacker sich möglicherweise Zugriff auf das Firmennetzwerk verschaffen können. Hier sollten Firmen nicht die Kreativität der Kriminellen unterschätzen! Hinzu kommt, dass mit der Zahl der vernetzten Gegenstände auch die Zahl angreifbarer Schwachstellen wächst.

Eine große Herausforderung für Unternehmen ist der Umgang mit den Daten, die diese IoT-Geräte über das Netzwerk senden. Angesichts des ständig wachsenden Datenvolumens benötigen Firmen einen bei weitem besser koordinierten und effizienteren Ansatz für das Aufdecken von Bedrohungen und das Ausführen geeigneter Gegenmaßnahmen. Sicherheitsteams sollten ihre Netzwerke heutzutage kontinuierlich überwachen, denn angesichts der zunehmenden Verbreitung des IoT wird das Aufspüren von Bedrohungen immer schwieriger. Die meisten Unternehmen haben viel Geld in Technologien investiert, die stündlich tausende Gefahren entdecken können. Doch dieser konstante Datenstrom potenzieller Gefahrenmeldungen kann IT-Sicherheitsteams überfordern.

Daher sind intelligente Sicherheitsmechanismen heute wichtiger denn je. Sie versetzen Organisationen in die Lage, die tatsächlich risikoreichen Bedrohungen herauszufiltern. Dadurch lässt sich Zeit für das Erkennen und Reagieren auf die relevanten Bedrohungen verkürzen. Solange Unternehmen ihre Netzwerküberwachung und die Antwortzeiten nicht verbessern, besteht die Gefahr, dass sie ihre vorhandenen Sicherheitsstrategien gefährden und geschäftswichtige Informationen einem erhöhten Risiko aussetzen.“

Quelle:

logrhythm.com/de