RTR-Vergabeverfahren für 5G-Frequenzen startet mit Konsultation

Chef der österreichischen Telekom-Regulierungsbehörde RTR, Johannes Gungl. (Bild: © Christof Wagner/RTR)

Wien, 14.07.2017 – Die RTR lädt ab sofort zur Teilnahme an der Konsultation zum Vergabeverfahren für 5G-Frequenzen (3,4-3,8 GHz) ein mit dem Ziel, gemeinsam mit den Marktteilnehmern das bestmögliche Vergabedesign für diesen Frequenzbereich zu entwickeln. „Die Vergabe von Frequenzen beeinflusst den Markt auf Jahre. Die Frequenzen, die wir vergeben, sind, einfach erklärt, die ‚Fahrbahn‘ für den Mobilfunk und andere mögliche Nutzer. Da es nur eine begrenzte Zahl von Frequenzen gibt, ist das Interesse seitens der Marktteilnehmer sehr hoch. Denn je mehr ‚Fahrbahnen‘ ein Anbieter hat, desto höher kann die Qualität und die Vielfalt seiner Produkte sein”, erläutert Mag. Johannes Gungl, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post. „Deshalb diskutieren wir mit dem Sektor bereits vorab Fragen, wie etwa zum Auktionsdesign, zu den Versorgungsauflagen und zur Sicherung des Wettbewerbs”, führt Gungl aus.

Frequenzvergabe schafft Voraussetzung für 5G-Ausbau und Breitbandversorgung
Die zur Vergabe stehenden Frequenzen sind aufgrund ihrer Eigenschaften weniger für eine flächendeckende Versorgung als viel mehr für eine regionale Versorgung, aber mit sehr viel höheren Datenraten als bisher geeignet. Sie sind daher ein wichtiger Baustein für den Breitbandausbau sowohl in Ballungszentren als auch in bisher schlechter versorgten Regionen. „Es ist durchaus denkbar, dass sich auch regionale Breitbandanbieter für die Vergabe der 5G-Frequenzen interessieren”, fügt Gungl hinzu.

Läuft alles nach Plan, ist der Start des Vergabeverfahrens Anfang 2018 realistisch. Die eigentliche Frequenzauktion würde dann planmäßig im 2. oder 3. Quartal 2018 stattfinden.

„Die Vergabe der Frequenzbereiche 3,4-3,8 GHz ist ein wesentlicher Beitrag zur Einführung von 5G in Österreich. Daher werden wir alles daran setzen, dass die Frequenzen für die Versorgung der Bevölkerung rasch zur Verfügung stehen”, sagt Gungl abschließend.

Quelle:

rtr.at