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15.03.2010 |
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Accenture: Umsätze durch Sprachtelefonie waren gesternTelekommunikationsbranche braucht neue Geschäftsmodelle
Bonn/Kronberg, 01.06.06-13:00 – Die europäische Telekommunikations-Branche befindet sich wieder – oder besser: immer noch – in einer Phase tief greifender Veränderungen. Kaum haben sich die Unternehmen von den Nachwehen des Internetbooms erholt und die notwendigen Aufräumarbeiten zu Ende gebracht, stehen sie erneut vor veränderten Entwicklungen und Herausforderungen, die langfristig das gesamte Wettbewerbsgefüge der Branche beeinflussen werden. „Um den TK-Markt herum wird sich eine konvergierende, digitale Wertschöpfungskette entwickeln, die aus Inhalten und Diensten, Zugang und Netzen sowie Endgeräten besteht“, so Dr. Nikolaus Mohr, Telekommunikations -Experte und Geschäftsführer des Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture am 1. Juni am Rande der Handelsblatt Jahrestagung „Telekommarkt Europa“ Bonn. Dabei geht es insbesondere darum, Visionen und Realität der Branche gegenüberzustellen und Erfolg versprechende Wege in die Zukunft aufzuzeigen. „Zusammenschlüsse von Unternehmen, neue Netzplattformen und Dienste geben Anlass dazu, dass europäische TK-Anbieter sehr unterschiedliche Visionen zur strategischen Entwicklung ihres Geschäfts haben. Sie müssen sich entscheiden, ob es sinnvoll ist, ihren ,footprint’ über die eigenen Landesgrenzen hinaus durch die Übernahme anderer Carrier noch weiter zu vergrößern“, so Prof. Dr. Torsten Gerpott, Lehrstuhlinhaber Telekommunikationswirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. Vier wesentliche Trends – so die übereinstimmende Einschätzung der anwesenden Branchenkenner – werden die Branche in nächster Zukunft bestimmen: – Die Verbreitung des Internet-Protocols (IP) schafft eine völlig neue technische Grundlage für eine Vielzahl von Anwendungen. Nach einer aktuellen Accenture-Studie nutzen in großen Unternehmen bereits 30 Prozent diese Technologie, bei weiteren 41 Prozent ist der Einsatz innerhalb der nächsten zwei Jahre geplant. – Die Konvergenz hebt die Grenzen zwischen verschiedenen Netzen und im Weiteren auch zwischen unterschiedlichen Medien auf. So sehen laut Accenture-Umfrage beispielsweise bereits heute 75 Prozent der Konsumenten IPTV, das Fernsehen per Internet, als eine Alternative zum klassischen Fernsehempfang; insbesondere dann, wenn es weniger Werbung enthielte. – Billiganbieter drängen in den Markt. Vor allem die Substitution des Festnetzgeschäftes durch Mobilfunk und Voice over IP (VoIP) führt in den nahezu saturierten Märkten Westeuropas zu dramatischem Preisverfall und steigendem Kostendruck. So hat das Festnetz im europäischen Durchschnitt nur noch einen Anteil von 67 Prozent an der Gesamtzahl der Gesprächsminuten. Und: Knapp jeder fünfte europäische Haushalt hat keinen Festnetzanschluss mehr. Da auch der Mobilfunkmarkt in Westeuropa eine bisher nur im Festnetzbereich gekannte Sättigung verzeichnet, müssen sich die Mobilfunkunternehmen neu orientieren: Kundenbindung statt Neukunden-Gewinnung rückt in den Mittelpunkt. Darüber hinaus erhöht die enorme Zahl neuer Billiganbieter den Druck auf etablierte Mobilfunkunternehmen, die wiederum durch den Aufbau eigener Billigkonkurrenz hoffen, ihre Umsätze steigern oder zumindest halten zu können. – Branchenfremde Unternehmen treten neu in den Markt ein. Zwar sind das Verhalten und die langfristige Positionierung der derzeit neu in den Markt drängenden Unternehmen wie Google, Yahoo, Ebay/Skype oder Disney noch nicht absehbar. Allerdings sind für diese globalen Internetanbieter Kommunikationsdienste lediglich Mittel zum Zweck. Da sie völlig andere Geschäftsmodelle verfolgen, könnten TK-Leistungen von ihnen künftig nahezu kostenlos angeboten werden. Ein Blick an die Börse zeigt: Der Markt vertraut derzeit auf die „New Entrants“, die mit ihren Geschäftsmodellen ganz offensichtlich mehr Phantasie im Hinblick auf ihre zukünftige Wertentwicklung erzeugen. Ein Weg, die Leistung von Telekommunikationsunternehmen trotz dieses herausfordernden und sich stetig wandelnden Umfelds nachhaltig zu steigern, ist eine konsequente Digitalisierungsstrategie. Denn – wie die neueste Accenture-Studie zeigt: „Digital Mastery“ ermöglicht branchenübergreifend eine Steigerung des Unternehmenserfolgs im Wettbewerbsvergleich um bis zu 20 Prozent. „Eine Digitalisierungsstrategie, die in die Unternehmenskultur integriert wird und sich selbst als Investition in Innovationen versteht, dient Anbietern von TK-Leistungen als Hebel für höhere Wettbewerbsfähigkeit in einem von Margenverfall geprägten Marktumfeld“, zeigt Dr. Mohr auf. Hinzu kommt ein weiterer positiver Effekt, denn: TK-Unternehmen sind gleichzeitig „Enabler“ der „Digital Masters“ anderer Industrien. Durch eine Ausrichtung als Lösungsanbieter entlang der gesamten digitalen Wertschöpfungskette werden sie in Zeiten zunehmender Konvergenz für neue Geschäftskunden attraktiv und erschließen dadurch neue Umsatzquellen. Fazit: „Digital mastery“-Angebote sind ein klarer Differenzierungsfaktor in einem stark „commodity“ geprägten Wettbewerbsumfeld. Über Accenture: Accenture ist ein weltweit agierender Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister. Mit dem Ziel, Innovationen umzusetzen, hilft das Unternehmen seinen Kunden durch die gemeinsame Arbeit leistungsfähiger zu werden. Umfangreiches Branchenwissen, Geschäftsprozess-Know-how, internationale Teams und hohe Umsetzungskompetenz versetzen Accenture in die Lage, die richtigen Mitarbeiter, Fähigkeiten und Technologien bereit zu stellen, um so die Leistung seiner Kunden zu verbessern. Mit über 129.000 Mitarbeitern in 48 Ländern erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August 2005) einen Nettoumsatz von 15,55 Milliarden US-Dollar.
Nachricht eingestellt: 01.06.2006 - 12:15 -------------------------------- Portel.de - In eigener Sache -------------------- FTTH-Portal
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