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Deutsche Telekom stabilisiert Inlandsgeschäft und wächst im Mobilfunk
DSL-Neukundenquote bei 48 Prozent
 | | René Obermann, CEO DTAG |
Bonn, 08.11.07 – Die Deutsche Telekom hat im dritten Quartal 2007 das Geschäft im Inland stabilisiert und ist im internationalen Geschäft vor allem durch den Mobilfunk weiter gewachsen. Während der Gesamtumsatz des Konzerns in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 46,7 Milliarden Euro gestiegen ist, verbesserte sich der Auslandsumsatz um 14,4 Prozent. Damit liegt der Auslandsumsatz bei 23,7 Milliarden Euro und macht rund die Hälfte (50,7 Prozent) des Gesamtumsatzes aus. Die Kosteneinsparungen, mit denen das strategische Ziel der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland erreicht werden soll, haben im dritten Quartal bereits gegriffen: Der Gesamtkonzern erwirtschaftete in den drei Quartalen des Geschäftsjahres ein bereinigtes EBITDA von 14,7 Milliarden Euro und lag im dritten Quartal mit 5,1 Milliarden Euro leicht über dem Wert des Vorjahres. „Wir liegen bei der Erfüllung unserer Jahresziele 2007 damit klar auf Kurs“, sagte René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG.
Beim bereinigten EBITDA geht die Deutsche Telekom davon aus, dass sie die Vorhersage für das Geschäftsjahr von rund 19 Milliarden Euro erfüllen wird. Beim Free Cash-Flow, der zum Ende des dritten Quartals bei 5,8 Milliarden Euro lag, hat die Deutsche Telekom die geplanten sechs Milliarden Euro fast vorzeitig erreicht. Der Konzern erwartet entsprechend, dass der Free Cash-Flow (vor Ausschüttung) mit etwa 6,5 Milliarden Euro 2007 sogar höher ausfallen wird als ursprünglich prognostiziert.
Die Wettbewerbsfähigkeit wurde auch bei der Vermarktung von Produkten weiter verbessert: Im Inland liegt das Geschäftsfeld Breitband/Festnetz mit einer Neukundenquote von 48 Prozent bei Breitbandanschlüssen sogar leicht über dem geplanten Anteil von 40 bis 45 Prozent für das Gesamtjahr. Auch im Mobilfunk zeigte sich deutliches Kundenwachstum: Weltweit stieg die Zahl der Kunden gegenüber dem Jahresende 2006 um mehr als sieben Millionen auf 113,7 Millionen. Bei den Geschäftskunden baute T-Systems durch internationale Aufträge und die Konsolidierung der Gedas den Umsatz im Auslandsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr leicht aus.
Umsetzung strategische Ziele: Konzentrieren und gezielt wachsen Neben der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland hat im dritten Quartal die weitere Umsetzung der Strategie „Konzentrieren und gezielt wachsen“ Fortschritte gemacht: Im Bereich Wachstum durch Mobilfunk hat die Deutsche Telekom in den Niederlanden das Mobilfunkgeschäft der France Telecom (Orange NL) erworben und in den USA eine Vereinbarung zur Übernahme der SunCom abgeschlossen. Damit hat sie sich in Präsenzmärkten verstärkt. Zugleich wurde die operative Ertragskraft im Mobilfunk gesteigert: Die EBITDA-Marge wurde im Vorjahresvergleich sowie auch in Relation zu den beiden Vorquartalen ausgebaut, dazu hat besonders T-Mobile in Großbritannien beigetragen, wo die EBITDA-Marge im dritten Quartal bei 29,2 Prozent lag – nach 23,4 Prozent im zweiten Quartal. Das Geschäftsfeld Mobilfunk konnte in den drei Quartalen 2007 im Vergleich zum Vorjahr um fast zehn Prozent beim Umsatz zulegen: Der Umsatz stieg organisch und durch Akquisition um 9,9 Prozent auf 25,9 Milliarden Euro, nach 23,6 Milliarden Euro in den neun Monaten des vergangenen Jahres. „Unsere Wachstumsstory im Mobilfunk funktioniert. Und das soll auch so bleiben“, erklärte Obermann.
Im Bereich Mobilisierung des Internets/Web 2.0 konnte die Zahl der Nutzer des mobilen Internetangebots web’n’walk in Europa in einem Quartal um 413 000 auf 2,8 Millionen Kunden gesteigert werden. Die Umsätze aus mobiler Internet- und Datennutzung stiegen in den drei Quartalen 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 42 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. „Wir erwarten, dass wir mit dem iPhone in Deutschland zusätzliche Schlagkraft im Wettbewerb gewinnen und mit diesem Spitzenprodukt auch die Datennutzung im Mobilfunk weiter vorantreiben können“, betonte Obermann. Im Breitband-/Festnetzgeschäft hat die Deutsche Telekom ihre Position im Internet mit dem Ausbau der Beteiligung am führenden deutschen Immobilienportal Immobilienscout 24 gestärkt.
Finanzkennzahlen – Ausblick
Beim bereinigten Konzernüberschuss hat die Deutsche Telekom nach neun Monaten einen Rückgang um 27,5 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro verzeichnet, der ausgewiesene Konzernüberschuss lag mit 1,3 Milliarden Euro um rund zwei Drittel unter dem Vorjahreswert. Dabei haben Sondereffekte in erheblichem Maße eine Rolle gespielt: Durch die Konsolidierung von PTC und Tele.ring erhöhten sich die Abschreibungen um 0,6 Milliarden Euro und durch die Unternehmenssteuerreform 2008 wurden die aktiven latenten Steuern um 0,7 Milliarden Euro abgewertet. Zudem war das Ergebnis des Vorjahres durch die Veräußerungserlöse von Celcom (0,2 Milliarden Euro) sowie durch eine Anpassung der aktiven latenten Steuern in den USA (1,3 Milliarden Euro) positiv beeinflusst. Auf Basis der gesunden Bilanz, eines positiven Konzernüberschusses und des generierten Free Cash-Flows strebt die Deutsche Telekom auch zukünftig eine attraktive Dividende für ihre Aktionäre an.
Im kommenden Jahr wird das bereinigte EBITDA durch wachsende Ausgaben im Rahmen des Ausbaus der nächsten Mobilfunkgeneration in den USA (3G-Roll-out) und für den Ausbau von Breitbandangeboten wie Entertain in Deutschland beeinflusst werden. Der Konzern geht daher davon aus, dass das bereinigte EBITDA stabil im Vergleich zum laufenden Geschäftsjahr bleiben wird. Das gilt ebenso für den Free Cash-Flow vor Ausschüttung, der das erhöhte Niveau des Jahres 2007 erreichen soll.
Die Geschäftsfelder im Überblick
Mobilfunk T-Mobile verzeichnete in Deutschland ein anhaltend robustes Wachstum bei den Vertragskunden. Deren Zahl der Neukunden stieg über die ersten drei Quartale im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39,4 Prozent auf 577 000. Positiv dazu beigetragen hat insbesondere die erfolgreiche Entwicklung des Max Flatrate-Tarifs, der im dritten Quartal einen Kundenzuwachs um 272 000 im Vergleich zum Vorquartal verzeichnete: Per Ende September haben sich insgesamt 811 000 Kunden für diesen Tarif entschieden. Auch die Zahl der T-Mobile@home Kunden hat sich weiter deutlich erhöht: Die Kundenzahl lag mit Ablauf des dritten Quartals bei über 1,8 Millionen – eine Steigerung von fast 150 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Mit weiteren innovativen Produkten will T-Mobile seine Position im Heimatmarkt stärken. Nach dem erfolgreichen Start von MyFaves in den USA erfolgte Anfang Oktober die Einführung in Deutschland. Und mit dem exklusiven Vertrieb des iPhone wurde ein attraktives Produkt für das Deutschlandgeschäft gewonnen.
Aufgrund des intensiven Preisdrucks auf dem Heimatmarkt konnte die positive Kundenentwicklung der ersten drei Quartale den Rückgang beim Umsatz von T-Mobile Deutschland nicht kompensieren. Mit rund sechs Milliarden Euro lag dieser 2,7 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Der Rückgang beim Umsatz hat auch das EBITDA im Inland belastet. Für die ersten drei Quartale verzeichnet T-Mobile ein bereinigtes EBITDA von 2,2 Milliarden Euro, ein Minus von elf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum. Die EBITDA-Marge von T-Mobile Deutschland hat sich aufgrund der Kosteneinsparungen im Gesamtkonzern von 36,9 Prozent im zweiten Quartal 2007 auf 37,7 Prozent im dritten Quartal verbessert.
Auslandsgeschäft wächst weiter – Gute Entwicklung von T-Mobile UK Die Zahl der Mobilfunkkunden im Ausland ist in den ersten drei Quartalen um insgesamt rund 4,2 Millionen gewachsen. Davon waren 3,7 Millionen Vertragskunden, dies sind rund 88 Prozent der Netto-Neukunden. Besonders positiv war das USA-Geschäft: 2,7 Millionen Netto-Neukunden konnte in diesem Jahr T-Mobile USA gewinnen. Davon sind 73 Prozent Vertragskunden.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor in den USA ist der Tarif MyFaves, den im Vergleich zum Jahresende 2006 fast fünf Mal so viele Kunden gebucht haben. Aktuell nutzen 3,6 Millionen Kunden das Angebot. Auch die osteuropäischen Landesgesellschaften und T-Mobile UK bauten ihre Kundenzahlen im Vergleich zum Vorjahr aus. In Großbritannien ist der Flext Tarif weiter gefragt. Allein im dritten Quartal wählten ihn 170 000 Kunden. Die Zahl der Flext Kunden hat sich somit gegenüber Ende September 2006 auf zwei Millionen verdoppelt.
Die positive Kundenentwicklung im Ausland zeigt sich auch deutlich im Umsatz. Die Landesgesellschaften, exklusive Deutschland, haben ihren Umsatz in den ersten drei Quartalen auf insgesamt 20,1 Milliarden Euro erhöht, ein Plus von 14,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, bedingt auch durch die Erstkonsolidierung der PTC und von Tele.ring. Diese erfolgreiche Entwicklung beim Auslandsumsatz zeigt sich auch im EBITDA. Das bereinigte EBITDA stieg in den ersten drei Quartalen um 23 Prozent verglichen zum Vorjahreszeitraum. T-Mobile UK hat zu diesen Ergebnissen erheblich beigetragen: Die bereinigte EBITDA-Marge stieg im Neunmonatszeitraum deutlich überproportional zum Umsatz um 4,2 Prozentpunkte auf 24,1 Prozent, im dritten Quartal sogar auf 29,2 Prozent. Auch in den USA geht das starke Wachstum weiter. In den ersten neun Monaten steigerte T-Mobile USA den Umsatz um 4,5 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro, das EBITDA um 5,6 Prozent auf rund drei Milliarden Euro. Auf Basis des US-Dollars fielen die Finanzergebnisse noch deutlicher aus: Ein Plus von 12,8 Prozent beim Umsatz und 14,1 Prozent beim EBITDA über die ersten drei Quartale. Die positive Entwicklung des Mobilfunkgeschäfts in Osteuropa leistet ebenfalls weiterhin einen deutlichen Beitrag zum Auslandsgeschäft.
Breitband/Festnetz Im Geschäftsfeld Breitband/Festnetz zeigt sich im Inland, dass der strategische Ansatz „Konzentrieren und gezielt wachsen“ greift: Trotz des scharfen Wettbewerbs und des hohen Drucks durch die regulatorischen Rahmenbedingungen konnte die Wettbewerbsfähigkeit des Geschäftsfelds verbessert werden. Zwar verliert das Geschäftsfeld Breitband/Festnetz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den ersten drei Quartalen beim bereinigten EBITDA 14,9 Prozent, jedoch lag das bereinigte EBITDA im dritten Quartal im Inland mit rund 1,7 Milliarden Euro stabil im Vergleich zum ersten und zweiten Quartal 2007.
Positiv entwickelt sich weiterhin die Neukundenentwicklung bei den Breitbandanschlüssen und den Komplettangeboten im Inland. Mit knapp 48 Prozent Neukundenquote liegt der Wert über dem geplanten Ziel von 40 bis 45 Prozent Neukundenanteil für das Gesamtjahr 2007. Im dritten Quartal stieg die Zahl der Breitbandkunden damit um 480 000. Damit verfügen jetzt 8,5 Millionen Kunden in Deutschland über einen Breitbandanschluss von T-Home. 3,5 Millionen DSL-Anschlüsse werden über Resale-Angebote durch T-Home technisch realisiert, aber von Wettbewerbern vermarktet. Damit ist die Zahl der DSL-Anschlüsse in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 28 Prozent auf über zwölf Millionen Anschlüsse gestiegen. Zum Stichtag haben zudem rund neun Millionen Kunden eines der Komplettpakete gebucht – eine Steigerung von rund 1,5 Millionen Kunden im Vergleich zum Halbjahr. Entertain – das TV-Unterhaltungsprodukt von T-Home – hat seine Massenmarktfähigkeit mit dem Relaunch zur IFA bewiesen: Zum Ende des dritten Quartals nutzten rund 50 000 Kunden Entertain.
Die weniger positive Umsatzentwicklung ging vor allem auf rückläufige Verbindungsumsätze und die Verluste von Anschlüssen im Inland zurück. Der Rückgang bei den Anschlussverlusten lag im dritten Quartal mit 497 000 niedriger als in den ersten beiden Quartalen, in denen 588 000 bzw. 516 000 Anschlüsse an Wettbewerber gingen oder durch Mobilfunk substituiert wurden. Der Gesamtumsatz verringert sich in den ersten drei Quartalen um sieben Prozent auf 17,1 Milliarden Euro. Im Ausland konnte das Geschäftsfeld Breitband/Festnetz den Umsatz im Neunmonatsvergleich jedoch um 2,8 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro steigern.
T-Systems Beim Umsatz zeigte sich im Vergleich Inland und Ausland auch bei der Geschäftskundensparte ein unterschiedliches Bild. So konnte das internationale Geschäft mit einem Umsatzanstieg von 8,3 Prozent in den ersten neun Monaten 2007 erneut zulegen. In Deutschland ist der Umsatz in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,3 Prozent auf sieben Milliarden Euro gesunken. Ein Beleg für den anhaltenden Preisverfall, sowohl im IT- als auch im TK-Geschäft.
Der Gesamtumsatz der Geschäftskundensparte lag in den ersten neun Monaten 2007 bei 8,8 Milliarden Euro und war im Jahresvergleich um sieben Prozent rückläufig. Der Außenumsatz ist demgegenüber lediglich um 3,1 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro gesunken. In der überproportionalen Senkung der internen Umsätze kommt auch der Beitrag von T-Systems zu den Kostensenkungen des Konzerns klar zum Tragen.
Das bereinigte EBITDA von T-Systems reduzierte sich in den ersten neun Monaten um 18,3 Prozent auf 0,8 Milliarden Euro, im dritten Quartal verringerte sich der Rückgang jedoch auf 9,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Verlangsamung des Rückganges im Jahresverlauf macht deutlich, dass T-Systems die verschiedenen Kosteneinspar- und Effizienzprogramme erfolgreich umgesetzt hat.
Der Auftragseingang der Geschäftskundensparte ging in den ersten drei Quartalen mit 4,6 Prozent leicht zurück. Dennoch konnte T-Systems im In- und Ausland neue umsatzstarke Aufträge gewinnen: so mit dem irischen Spezialisten für Transaktionssysteme Alphyra, dem Dienstleister für Kreditinformationen Schufa, dem Versorgungsunternehmen Rätia Energie und dem Luftfahrtunternehmen Jet Aviation.
Nachricht eingestellt: 08.11.2007 - 08:58
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