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VATM und DStGB bringen Dokumentation zur Breitbandversorgung

Hilfe für Kommunen ihr Gebiet für Breitbandanbindungen zu erschließen

Jürgen Grützner
Jürgen Grützner

Köln, 15.02.06-12:13 – Die Verbesserung der Breitbandversorgung ist eine der vordringlichsten Aufgaben, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Vergleich wieder zu stärken. Außerhalb der Ballungszentren überziehen noch immer „Weiße Flecken“ das Land: hier haben die Bürger oft noch nicht einmal einen Zugriff auf eine DSL-Leitung – geschweige denn auf ein Hochgeschwindigkeitsnetz. Durch moderne alternative Breitbandtechniken existieren heute jedoch individuelle Lösungsmöglichkeiten für fast jede Region, die von dynamischen Wettbewerbsunternehmen eingesetzt werden.

Um die Versorgung in ganz Deutschland zu verbessern, hat der VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.) in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) eine Dokumentation herausgebracht, die den Kommunen hilft, ihr Gebiet für Breitbandanbindungen zu erschließen. In der Publikation werden die verschiedenen Breitbandtechnologien beschrieben. Mit Adressen und Ansprechpartnern im Anhang der Broschüre wird kompetente Hilfe geboten.

Die Broschüre „Breitbandbindung von Kommunen“ (DStGB Dokumentation No. 56) ist im Internet auf der Seite des VATM abrufbar (www.vatm.de) oder wird auf Anforderung durch die Geschäftsstelle des VATM verschickt.

Auch interaktiv kann man sich über die Anschlussmöglichkeiten in seiner Region informieren. Der Breitbandatlas des BMWi im Internet (www.breitbandatlas.de) hilft interessierten Bürgern, die richtige Breitbandtechnologie zu finden. Nach Informationen des VATM wird der Breitbandatlas zur Zeit aktualisiert.

„Unbefriedigend für viele Kommunen ist und bleibt allerdings, dass die Deutsche Telekom AG (DTAG) ihnen oft jahrelang eine Absage erteilt hat und erst dann einen Breitbandausbau ankündigt, nachdem Bürgermeister und Wirtschaftsförderer einen alternativen Anbieter finden konnten. Denn: anders als in Ballungszentren reichen häufig die Kundenzahlen in ländlichen Gebieten und kleineren Orten gerade einmal für einen Anbieter, wenn sich Netzinvestitionen rechnen sollen“, weiß Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM. „Wenn genau hier der einstige Monopolist mit quersubventionierten DSL-Preisen junge innovative Unternehmen angreift und sie gezielt vom Markt drängt, birgt dies vor allem Nachteile für den Standort Deutschland, da auf diese Weise ein flächendeckender Breitbandausbau verzögert oder gar verhindert wird. Das Problem ist dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) seit geraumer Zeit bekannt.“

Vorausgesetzt das politisch erklärte Ziel ist ernst gemeint, so schnell wie möglich die unterversorgten Gebiete mit Breitbandtechnologien zu erschließen, muss man sich fragen, ob die Telekom nicht gut beraten wäre, auf gezielten strategischen Verdrängungswettbewerb im wohlverstandenen Interesse der betroffenen Bürger und Gemeinden zu verzichten.

„Es wird deutlich, dass es dem marktbeherrschenden Unternehmen nicht um den Einsatz einer neuen Technologie auch für schwächer besiedelte Regionen geht, sondern allein um die Absicherung ihrer Marktbeherrschung“, vermutet Jürgen Grützner. „Unser Ziel ist es, den innovativen Technologien vor allem dort eine Chance zu geben, wo ihr Einsatz wirtschaftlich sinnvoll ist. Statt Investitionen zu blockieren oder zu entwerten, sollte eine schnelle Erschließung im fairen Wettbewerb mit der DTAG möglich sein.“

Über VATM:

Im VATM sind mehr als 50 der im deutschen Markt operativ tätigen Telekommunikations- und Dienstleistungsunternehmen aktiv. Alle stehen im direkten Wettbewerb zum Ex-Monopolisten Deutsche Telekom AG und engagieren sich für mehr Wettbewerb im Telekommunikationsmarkt – zugunsten von Innovationen, Investitionen und Beschäftigung. Seit dem Jahr 2000 haben die Wettbewerber im Festnetz- und Mobilfunkbereich Investitionen in Höhe von über 20 Mrd. € vorgenommen. Unmittelbar sichern die neuen Festnetz- und Mobilfunkunternehmen rd. 50.000 Arbeitsplätze in Deutschland sowie zusätzlich etwa 50 % der Beschäftigung in den Zulieferbetrieben.

Nachricht eingestellt: 15.02.2006 - 01:00

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